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Klangcollagen und Soundpostkarten: Jugendliche machen Umwelt hörbar

Neues Schulprojekt verknüpft Medien, Kunst und städtische Umwelt – DBU stiftet rund 96.000 Euro

Mit dem Projekt „Hörbare Umwelten“, das durch die Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ermöglicht wird, geht das netzwerk junge ohren neue künstlerische Wege in der Umweltbildung: Schüler im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren von verschiedenen Osnabrücker Schulen werden sich in einem kreativen Projekt mit ihrer „akustischen Umwelt“ im „Lebensraum Stadt“ beschäftigen. Ihre gesammelten Geräusche halten sie zum Beispiel als „Klangcollagen“ oder „Soundpostkarten“ fest. Das Projekt, das mit verschiedenen Schulen in Osnabrück unter der künstlerischen Leitung des Komponisten Volker Staub durchgeführt wird, bildet einen Vorläufer des YEAH! Festivals, das vom 13. bis zum 20. November in Osnabrück stattfindet. Die Ergebnisse werden des Schulprojektes werden dort präsentiert.

… hier noch ein Nachrichtenbeitrag des Fernsehsenders Osnabrück TV vom 15.02. (ab ca. Minute 6)

 

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PHONPIXMIX

In Kooperation mit “DAS Weekend” im Rahmen der transmediale präsentiert der Geräuschladen Ohrenhoch vom 28. bis 30. Januar sein neues Projekt “PHONPIXMIX”.

PHONPIXMIX besteht aus Archiv-Geräuschen und Live Videos. Die Mixtur ist quietschfidel und geistvoll angerührt mit X Zutaten von den ohrenhoch-Kids und dem ohrenhoch-Kids-Nachwuchs.

Ein Aufruf an alle ohrenhoch-Fans und die es werden möchten:  speziell die Kinder aber auch die Erwachsenen sind eingeladen und können für ein paar Minuten in diesem “PHONPIXMIX” bzw. Weekend auch als Akteur mitwirken und ein wichtiges Teilchen sein. Dabei werden sie von Knut Remond in dieser Interaktion begleitet. Ihre PHONPIXMIX Sticker können im ohrenhoch youtube und im live stream gezeigt werden.

‘ohrenhoch, der Geräuschladen’ wird an diesem Weekend ohrenhoch.tv (live stream) aufschalten. Diesbezüglich wird auch die brandneue Webseite ohrenhoch.org frei geschaltet.

FREITAG 28.01. von 18:00 – 22:00 Uhr
SAMSTAG 29.01. von 14:00 – 21:00 Uhr
SONNTAG 30.01. von 14:00 – 21:00 Uhr

ohrenhoch
der Geräuschladen
Weichselstr. 49
D-12045 Berlin-Neukölln
Knut Remond & Katharina Moos

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junge ohren preis 2010: Die Gewinner

Best Practice

1. Preis –

2. Preis: „Monsieur Mathieu, was wird?“ (Oper Leipzig)

Szenisch-musikalische Antwort auf den Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu”, realisiert als integratives Projekt mit hohem künstlerischem Anspruch. Gruppen mit unterschiedlichem künstlerischem, sozialem und geistigem Horizont entwickelten das Stück gemeinsam.

2. Preis: „Die Abenteuer von Tom Dumm“ (MEHR MUSIK! Augsburg)

180 Kinder und Jugendliche aus Augsburg und Umgebung entwickeln eine Oper in drei Stationen. Als heterogene Gruppe – vom gut situierten, musisch geförderten Kind bis hin zum Jugendlichen aus dem sozialen Brennpunkt – finden sie über das eigene Tun Zugänge zur Neuen Musik sowie zur Oper.

3. Preis: „Die Reise nach Brasilien“ (Regie: Malte Prokopowitsch)

Inszeniertes Konzert für zwei Personen und Klavier, das sich auf die Erzählung einer Geschichte durch Musik konzentriert. Die Reduziertheit der Mittel und der behutsame Umgang mit Momenten der Stille ermöglichen ein künstlerisch hochwertiges und poetisches Bühnenprogramm für Kinder.

Musik & Medien

1. Preis: „Stefans Musikworkshop“ (Philharmonie Neubrandenburg und nb-town.de)

Mit monatlichen Videos, die über die Community NB-TOWN.DE veröffentlicht werden, gelingt es GMD Stefan Malzew authentisch, ein junges Publikum in der Region Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) für die Musik und die Aktivitäten der Philharmonie Neubrandenburg zu erreichen.

2. Preis: „Lisa und der Zeitgeist“ (Projektgruppe im Rahmen des BA-Studiengangs an der Musikhochschule der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster)

Hörspiel-CD für Kinder im Grundschulalter. Es gelingt über einen narrativen Ansatz spielerisch, die abstrakte Idee zu vermitteln, dass der Geist von Epochen sich in musikalischen Stilen niederschlägt. Zudem umgesetzt als Liveperformance mit Sprechern, Soundeffekten und Musik.

LabOhr

1. Preis: „Erhebe Deine Stimme!“ (Berliner Cappella e.V.)

Die Frage, wie historische Ereignisse sich in Klängen begreifen lassen, führte Schülerinnen und Schüler über 1,5 Jahre zur Entwicklung einer Komposition für Tonband und Chor zum Tag der Deutschen Einheit. Ein außergewöhnliches Projekt, das in Prozess und Ergebnis überzeugt.

1. Preis: „Hörhülle“ (MEHR MUSIK! Augsburg)

Architektonisches Klangkunstprojekt für SchülerInnen in Augsburg und Umgebung. Das Thema „Klangarchitektur“ wird im Rahmen der Projektarbeit beispielhaft umgesetzt, die den Zusammenhang von Musik und Raum kreativ vermittelt. Vorbildlich im Sinne der Ermöglichung kulturellen Lernens.

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Filmtipp: PIANOMANIA

Liebe, Perfektion und ein bisschen Wahnsinn…

Ein glasklarer Ton schwebt im Raum, konzentrierte Gesichter, gespitzte Ohren – “Nein, nein, der Flügel muss an dieser Stelle orgelhafter klingen“ beklagt sich Pianist Pierre-Laurent Aimard.

Der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm PIANOMANIA erzählt mit sehr viel Humor und Liebe von der anspruchsvollen Arbeit des Klavierstimmers Stefan Knüpfers und gewährt uns über seine Schulter ungewöhnliche Einblicke in den Klavieralltag. Die Regisseure Lilian Frank und Robert Cibis begleiteten den Haupttechniker des Flügelimperiums Steinway & Sons ein Jahr lang und zeigen in dieser beeindruckenden Dokumentation dessen ehrgeizige wie leidenschaftliche  Suche nach dem perfekten Klang. Begeisterter Applaus vom Premierenpublikum in der Kulturbrauerei Berlin für das Filmteam sowie die beiden anwesenden Hauptprotagonisten Stefan Knüpfer und Pierre-Laurent Aimard.

Offizieller Filmstart von PIANOMANIA ist am Donnerstag, 9. September.

http://www.pianomania.de/

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Lesetipp: Nur im Weltall ist es wirklich still

»Weil er sich durch Lärm belästigt fühlte, hat ein 52-Jähriger seinen 69 Jahre alten Nachbarn erschlagen. Anschließend zerstückelte er die Leiche und versteckte sie im Wald.« (Zeitungsmeldung)

Wer kennt ihn nicht, den Ärger mit den lauten Nachbarn, der vielbefahrenen Straße und dem Geschrei der Nachtigallen. Schopenhauer, Proust und Kafka klagten über Lärm, Carlyle ließ sich ein schallisoliertes Studierzimmer errichten, bei Kant landete ein zu lauter Hahn im Suppentopf. Doch freilich: Nichts ist persönlicher als die Geräuschempfindung. Was für den einen schön ist, ist für den anderen Tortur. Angeblich kommt eine medizinische Studie zu dem Schluss, dass bei einem Umgebungslärm von 65 Dezibel das Herzinfarktrisiko um über 30% höher ist als bei 60 Dezibel – allerdings nur bei Männern, bei Frauen nicht. Warum das so ist, weiß niemand. Lärm muss nicht laut sein – auch ein tickender Wecker oder ein tropfender Wasserhahn können einen in den Wahnsinn treiben, während das ohrenbetäubende Brüllen eines Gebirgsbachs als natürlich und damit schön empfunden wird. Nur wer mit Geräuschen umzugehen weiß, kann sie ertragen.

Damit es niemandem so gehen muss wie dem 52-Jährigen aus der Zeitungsmeldung, hat Sieglinde Geisel dieses grundlegende und dabei höchst unterhaltsame Geräuschbuch geschrieben, in dem das Verhältnis des Menschen zur Akustik seiner Umwelt über die letzten 2000 Jahre hinweg betrachtet wird. Zahlreiche Ohrenzeugen von Horaz über Lichtenberg, Schopenhauer, Kurt Tucholsky bis John Cage und Hans Magnus Enzensberger kommen zu Wort. Sieglinde Geisel beschreibt auch, was die Menschheit mit und gegen Lärm so alles tut: von der turbulenten Geschichte der Anti-Lärm-Vereine und der Anti-Lärm-Gesetze bis zu dem Paradox, dass die Welt immer lauter wird, weil immer mehr in ihren Autos aus den Städten in die Stille fliehen.

Informationen zum Buch und der Autorin, Videos (u.a. von der Leipziger Buchmesse) sowie Lesetermine.

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